Kurzbeschreibung
Die meisten Redaktionen setzen KI längst ein. Das Problem ist nicht mehr der Einstieg, sondern die Struktur dahinter: ChatGPT läuft nebenbei, ein Kollege hat Midjourney getestet, irgendwer hat einmal ein Transkriptionstool gekauft. Was fehlt, ist der Schritt vom einzelnen Tool zum redaktionellen Prozess. Wo spart KI tatsächlich Zeit? Wo gefährdet sie die Qualität? Und wer entscheidet darüber?
Genau dort setzt das Seminar an: Es vermittelt die Prinzipien hinter generativer KI, nicht nur die Bedienung einzelner Tools. So bleiben die Teilnehmenden auch dann handlungsfähig, wenn neue Modelle und Funktionen die bisherigen Routinen verändern. Gearbeitet wird an konkreten Aufgaben aus dem Redaktionsalltag: Recherche, Text, Bild, Audio und Video. Am Ende steht kein weiterer Toolkatalog, sondern ein geschärfter Blick auf die eigene Produktion: Was automatisieren wir? Was bleibt beim Menschen? Wie sichern wir Qualität und Verantwortung ab?
Das Seminar richtet sich an Redakteur*innen, Producer*innen, Volontär*innen und Verantwortliche in Content-Teams, die KI bereits einsetzen und dafür einen belastbaren Rahmen brauchen. Wer noch am Anfang steht, holt die Grundlagen im Seminar auf. Wer bereits weiter ist, prüft die eigenen Routinen anhand der Prinzipien dahinter.
Seminarinhalte
Wie funktionieren KI-Modelle und warum das für Redaktionen relevant ist. Prompting als Redaktionssystem: Prinzipien, Techniken und wiederverwendbare Strukturen. Bilderzeugung mit Midjourney und anderen Modellen. Video und Audio per Prompt, unter anderem mit Runway, Kling und Seedance. KI-generierte Inhalte erkennen und einordnen. Redaktionelle Workflows entwickeln: Anwendungsszenarien, Grenzen und Verantwortung. Transfer auf die eigene Produktion: Was automatisieren wir, was bleibt beim Menschen und wie sichern wir das ab?
Preis
620,00 Euro
Seminarleitung
Oliver Hinz

Oliver Hinz ist Journalist, KI-Trainer und Berater für digitales Storytelling. Seit 2001 beim WDR, lange Jahre als Redakteur bei 1LIVE und der ARD Sportschau, gründete er 2015 seine Beratungsfirma HAUS HINZKI und berät seitdem Medienhäuser, Produktionen und Marken. Mit Sprachmodellen hat er experimentiert, lange bevor sie in den Redaktionen ankamen, hat KI-Videoschnitt für Redaktionen getestet und gibt als TÜV-zertifizierter KI-Trainer Seminare für Redaktionen, Kreativteams und Unternehmen. Seine Haltung: Prinzipien vor Tools, Skepsis vor Hype, zeigen statt kommentieren.
Er hat Politikwissenschaft, Geschichte und Anglistik (M.A.) studiert und ist Bassist der Band Lazer. An der TH Köln ist er Lehrbeauftragter für Generative KI im Studiengang Online-Redaktion.
