Schulfilmprogramm im Rahmen des Abrahamsfest 2019

Kino echt anders

Von hinten: Ein Mann in Jeansjacke geht nachts mit seinem Hund spazieren
Machnitzky Filmproduktion im Auftrag von ZDF/3Sat / Methode-Film

Anlässlich des diesjährigen Abrahamsfestes präsentiert die Grimme-Akademie zum dritten Mal ein kostenloses dokumentarisches Filmprogramm für Schülerinnen und Schüler (ab der 9. Klasse) in Marl.

Passend zum Thema „Frieden – der Kulturen, Religionen und Völker“ sind zusammen mit dem Duisburger Dokumentarfilmfestival doxs! zwei hochkarätige und ausgezeichnete Filme ausgewählt worden, die aus der Perspektive junger Menschen dazu einladen, zusammen zu diskutieren.

Gezeigt werden die Filme:

OBON

DE 2018, 15 min., mit deutschen Untertiteln
Regie: André Hörmann, Anna „Samo“ Bergmann

Akiko ist eine der letzten Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. An Obon, dem buddhistischen Allerseelenfest, erinnert sich die Frau zurück: An den überstrengen Vater, der kein freundliches Wort für die junge Frau und ihre Mutter fand. Und an den Tag, als der Tod vom Himmel fiel. Die Katastrophe machte den Patriarchen zu einem anderen Menschen. „Zum ersten Mal dachte ich mir: Das ist mein Vater.“

 „[…] Die Animation findet eine eindrucksvolle Bildsprache für die Zerstörung und das Grauen, sie wirkt von zarter Eindringlichkeit, wenn im Gesicht der alten Frau das Gesicht des Vaters aufscheint und mitreflektiert wird. […] Der poetische Text wird stimmig mit den Originaltönen der Stadt verbunden. […]“ (Aus der Begründung der Deutschen Film- und Medienbewertungs-Jury. Prädikat: Besonders wertvoll)

JOE BOOTS

DE 2017, 31 min., mit deutschem Voiceover
Regie: Florian Baron

Alles lief normal für Joe. So normal, wie es laufen kann für einen kaum 20-Jährigen, der im Irak für die US-Army kämpft. Bis zur ersten Bombenexplosion direkt neben ihm. Körperlich blieb Joe unverletzt, doch in ihm drin zerbrach etwas, unbemerkt, unsichtbar. Zuhause in Pittsburgh ging es dann los mit Ausrastern und Depressionen. „Manchmal wünschte ich mir, sie hätten mir die Arme weggeschossen – damit jeder sehen kann, dass mit mir etwas nicht stimmt.“

„[…] Der Film beeindruckt mit ästhetisch anspruchsvollen Bildern, die auf überzeugende Art und Weise mit dem Inhalt verknüpft sind. Der Protagonist zeichnet sich durch seine sympathische Erzählweise und ein großes Maß an Reflektiertheit gegenüber der eigenen Geschichte aus. […]“ (Aus der Begründung der Jugendjury GROSSE KLAPPE, doxs! 2017: GROSSE KLAPPE 2017 – Filmpreis für Politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm)

Im Anschluss an die Filme findet ein moderiertes Gespräch statt, das den Schüler*innen Gelegenheit bietet, sich über das Gesehene auseinanderzusetzen und miteinander auszutauschen.

Das Angebot ist kostenlos und findet vormittags statt. Alle Schulformen sind herzlich eingeladen.

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