Infos & Aktivitäten

Aktiv gegen Hate Speech und Fake News!

Die digitale Gesellschaft ist Realität, ebenso wie der Hass im Netz und die gezielte Desinformation. Immer öfter treten Internetnutzer*innen in Erscheinung, die sich wenig einfühlsam und zum Teil destruktiv verhalten, indem sie Diskussionen im Netz mit Hass und Aggression vergiften - inhaltlich immer wieder angetrieben und/oder argumentativ unterfüttert durch Falschnachrichten.

Vorträge und Workshops

Die Grimme-Akademie engagiert sich durch Vorträge und Workshops zum Thema „Wie umgehen mit Online Hate Speech und Fake News?“ auf zahlreichen Veranstaltungen. Psychologische Coachings für Menschen, die beruflich mit Hassrede konfrontiert sind, ergänzen das Angebot.

Workshop im Grimme-Institut

 

Eine Terminübersicht finden Sie hier:

25. November | Köln

Workshop „Online Hate Speech“ im Rahmen des Social Community Day im KOMED.

13. Juli 2019 | Hattingen

Workshop zum Thema „Hate Speech im Netz“ im Rahmen der Qualifizierungsreiche, „Lebenswelten und Kommunikationsformen Jugendlicher im Social Web“ im DGB Bildungszentrum.

11. Juli 2019 | Köln

Workshop „Online Hate Speech“ für das Transatlantic Media Camp (je 10 Jugendliche aus den USA und Deutschland) für den AFS Interkulturelle Begegnungen e.V..

Wenn Sie eine Veranstaltung oder einen eigenfinanzierten Workshop zum Thema „Hate Speech“ oder „Fake News“ organisieren möchten, vermitteln wir Ihnen gerne unsere Referent*innen und qualifizierten Trainer*innen für ihre Teilnehmer*innen, sowie für Angebote in der schulischen oder außerschulischen Bildungsarbeit.

Unterrichtsmaterialien

Zwar sind die Begriffe Hate Speech und Fake News in aller Munde, aber wie lassen Sie sich vermitteln – vor allem mit Blick auf junge Zielgruppen? Ansätze vermittelt die Modulbox bzw. das Kurskonzept „Politische Medienbildung für Jugendliche. Auf Hate Speech und Fake News reagieren!“, den die Grimme-Akademie im Auftrag des DVV-Referats für Politische Jugendbildung (2018) entwickelt hat.

Ziel: Junge Zielgruppen für das Thema „Hate Speech und Fake News“ zu sensibilisieren, ihnen erste Handlungsstrategien zu vermitteln und durch eine kreative mediale Aufbereitung eine persönliche Auseinandersetzung zu ermöglichen. Neben der umfangreichen Modulbox wurde auch ein Konzept für sechs Unterrichtseinheiten à  45 Minuten entwickelt.

Modulbox und Kurskonzept „Politische Medienbildung für Jugendliche. Auf Hate Speech und Fake News reagieren!“ sind über die Webseite des DVV-Referats für Politische Jugendbildung kostenfrei herunter zu laden. Darüber hinaus wurden vier Erklärclips produziert, welche Inhalte die Modulbox vorstellen und erklären, wie sie in der Politischen Jugendbildung eingesetzt werden können. Auch sie sind über die Webseite des DVV-Referats verfügbar.

EU-Projekt BRICkS - Building Respect on the Internet by Combating Hate Speech

2 Schüler halten ein Poster mit Verhaltensweisen gegen Hate Speech

Erfahrungen und Expertise sammelte die Grimme-Akademie bereits im europäischen Projekt „BRICkS“ (Building Respect On The Internet By Combating Hate Speech), welches 2014–2016 mit vier europäischen Partnerinstitutionen umgesetzt wurde. Gemeinsam mit Social-Media-Expert*innen und Medienpädagog*innen wurden Trainingsmodule und Hilfsmittel entwickelt, die als praktische Materialien in der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit genutzt werden können. Die Materialien wurden 2016 in ca. 200 Stunden Workshops an deutschen Schulen erprobt.

Die zugrundeliegenden Informationen und erprobten Module stehen allen Interessierten in Form eines Methodenkoffers (ZIP) kostenlos online zur Verfügung. 

Publikationen

Die Beschäftigung der Grimme-Akademie mit Hate Speech und Fake News wird stetig in zahlreichen Fachartikel und anderen Veröffentlichungen reflektiert, etwa in einem Beitrag zum „Bewegtbildung denken“ der Bundeszentrale für politische Bildung (2019) oder in einem Beitrag für das Projekt „Freiheit und Internet“ (2017), welches mit dem Mitteln des Grimme-Forschungskolleg - als gemeinsame Institution der Universität zu Köln und des Grimme-Instituts – finanziert wurde.

Das gilt auch für den kostenlos herunterladbaren Band „Online Hate Speech - Perspektiven auf eine neue Form des Hasses“ (Herausgeber: Kai Kaspar/Lars Gräßer/Aycha Riffi) aus der Schriftenreihe zur digitalen Gesellschaft NRW (Band 4, 2017, kopaed).

Betrachtet werden Hassreden im Netz aus unterschiedlichsten Perspektiven. Mögliche Gegenstrategien und unterschiedliche Felder werden ebenso präsentiert und diskutiert – in Fachaufsätzen, Projektberichten und Interviews. Zu Wort kommen renommierte Expert*innen aus Medienbildung und -wirtschaft, aus Wissenschaft und Praxis, aus Initiativen und großen Einrichtungen.

Vernetzung

Die Grimme-Akademie koordiniert auch die Beteiligung des Grimme-Instituts im Nationalen Komitee des No Hate Speech Movements Deutschland, darüber hinaus engagiert sich das Grimme-Institut im Rahmen der #NichtEgal Kampagne. Weitere Aktivitäten zum Thema sind geplant.

 

Kontakt

Aycha Riffi, Grimme Akademie
E-Mail: riffi@grimme-institut.de
Telefon: 02365 9189-45

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